Gummibärchen Experiment -Forschen und Staunen

Als die Kinder vor Kurzem eine Tüte Gummibären geschenkt bekommen haben, kam mir das Gummibärchen – Experiment, das ich sehr gerne mit meinen Schulklassen mache, in den Sinn. In der Schule erstellen wir dabei ein Forscherbüchlein, in welchem wir Vermutungen, Zwischenstände und Endergebnisse festhalten.

Meine zwei Töchter und ich konzentrierten uns voll und ganz auf unsere Sinne, speziell auf die Wahrnehmung. Ich fand es total schön zu beobachten, dass sie das Interesse an dem Experiment auch nach 2 Tagen noch nicht verloren hatten. Immer wieder untersuchten sie die einzelnen Gläser, hatten große Freude an den Veränderungen und tauschten sich ganz eifrig darüber aus.

Ich kann euch dieses Experiment also wärmstens empfehlen, für Kinder ab ca. 2 Jahren, würde ich sagen.

Was ihr benötigt:

  • 5 Gläser oder Becher (am besten durchsichtig)
  • Essig, Öl, Natron, Wasser, Salz
  • 5 Löffel
  • Etiketten und Stift
  • Gummibären
Die benötigten Materialien

Vorbereitung:

Als Erstes werden die Gläser befüllt. Es reicht, wenn die Gefäße jeweils halb voll sind. Füllt ein Glas mit Essig und eines mit Öl. Drei Gläser werden mit Wasser befüllt, wobei in eines noch ein Teelöffel Salz und in ein anderes ein Teelöffel Natron eingerührt wird.

Nun werden die Gläser beschriftet, damit nichts durcheinander gerät.

Jetzt legt ihr in jedes Glas 3 bis 4 Gummibären.

Alle Vorbereitungen sind getroffen

Forschungsprozess – immer wieder Nachschauen

Jetzt geht`s ans Beobachten. Nach etwa einer Stunde merkt man schon, wie sich manche Gummibären verändern.

Diese Forscherphase ist so wahnsinnig spannend für die Kinder. Hier ist es wichtig, dass die kleinen Forscher ungehindert Zugang zu dem Experiment haben und jederzeit nachschauen können. Nur so bleiben sie motiviert und können ihren Forscherdrang stillen. Am besten, ihr bereitet den Forscherbereich so vor, dass sorglos gerührt und bestaunt werden kann. Bereitet zur Sicherheit auch ein Tuch zum Abtrocknen und Wischen vor. Bei emsigen Forschern werdet ihr das sicher brauchen!

Nach einigen Stunden haben sich manche Gummibären schon ziemlich verändert. Wir besprechen beim Anschauen der einzelnen Bären, was uns alles auffällt. Welcher Bär hat sich verändert? Welcher ist am meisten gewachsen? Wo hat sich die Farbe verändert?

Zwischenergebnis

Ganz wichtig ist es auch, dass die Bären befühlt werden können. Aus diesem Grund geben wir auch 3 oder 4 Bären in jedes Glas. Falls ein Bärchen durch kleine Kinderhände versehentlich kaputt gemacht wird, ist das also nicht schlimm und das Experiment geht ungehindert weiter. Wie fühlen sich die einzelnen Bären an? Welches ist am weichesten? Welches rutscht am meisten?

Ergebnis und Erklärung

Nach ca. zwei Tage haben wir an unseren Forschungsobjekten keine Veränderungen mehr entdeckt, an dieser Stelle war das Experiment für uns beendet. Mit der Zeit lösen sich die Bären im Essig und Wasser zwar ganz auf, ich wollte das Experiment mit meinen noch sehr jungen Töchtern jedoch nicht weiter in die Länge ziehen.

Wir fassten unsere Beobachtungen nochmals zusammen:

Endergebnis

Der Bär im Öl hat sich nicht verändert. Hier kann man mit älteren Kindern auf das Konservieren von Lebensmittel in Öl eingehen. Der Bär in Essig hat sich immer mehr zersetzt und schließlich ganz aufgelöst. Daran ist die Säure im Essig verantwortlich. Der Bär im Wasser ist auf seine dreifache Größe gewachsen. Das liegt an der Gelatine im Gummibärchen. Die saugt ähnlich wie ein Schwamm Wasser auf. Das Bärchen im Natron-Wasser ist auch ziemlich gewachsen, das Bärchen im Salzwasser ist nur ein kleines Bisschen gewachsen, dafür ist es weiß und milchig geworden.

Weiterführende Ideen

Nach Lust und Laune kann wie oben erwähnt ein Forscherbüchlein geschrieben werden, indem die Beobachtungen und Ergebnisse aufgezeichnet werden. Die Bärchen können mit dem Lineal vermessen oder von ganz mutigen Kindern gekostet werden.

Was passiert eigentlich, wenn man die Bärchen wieder austrocknen lässt? Wie sieht das Bärchen aus, wenn man es in heißem Wasser kocht oder lange in die Sonne legt?

Ihr merkt schon, mit diesem auf den ersten Blick sehr einfachen Experiment lässt sich einiges Lernen und gemeinsam Erleben. Ich liebe es so sehr, mit meinen Kindern zu forschen. Ihre Lust und Neugier ist so ansteckend und es ist eine Freude, sie beim Staunen zu beobachten.

Was haltet ihr von unserem heutigen Forschungsthema? EINFACH spannend, nicht?

Alles Liebe, Eure Sandra

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