3 spannenden Experimente rund um Weihnachten

Heute habe ich einen ganzen Schwung an spannenden Experimenten für Kinder passend zur Weihnachtszeit für euch. Die einzelnen Ideen sind wie immer ganz einfach und schnell umzusetzen. Die benötigten Materialien habt ihr bestimmt alle zu Hause. Ich wünsche euch viel Spaß beim gemeinsamen Forschen, Staunen und Kreativsein!

Der Magische Eiszauber

Beim magischen Eiszauber bemalen die Kinder einen scheinbar unbehandelten Eisblock. Wie durch ein Wunder erscheint während dem Malen ein Rentier im Eis!

Material:

  • Karton
  • Ein Cuttermesser
  • Salz
  • Eine rechteckige kleine Auflaufform aus Glas
  • Fingerfarben
  • Pinsel

So geht`s:

Für dieses Experiment ist etwas Vorbereitung nötig. Nehmt eine kleine rechteckige Auflaufform, füllt sie mit Wasser und stellt sie über Nacht in den Tiefkühlschrank.

Was ihr noch vorbereiten müsst, ist die Schablone. Nehmt dafür ein Stück Karton, welches nicht größer sein darf als die Auflaufform. Zeichnet euer Wunschmotiv großflächig auf den Karton auf und schneidet es mit dem Cuttermesser aus. Das Motiv an sich braucht ihr für dieses Experiment nicht. Der äußere Teil wird später als Schablone verwendet.

Eine allerletzte kleine Vorbereitung ist nötig – die wichtigste Zutat kommt nun ins Spiel, die das Malen im Anschluss wirklich magisch macht – nämlich Salz!

Ihr legt eure Schablone auf den vollständig gefrorenen Eisklotz und bestreut die sichtbaren Teile mit Salz. Es gilt – weniger ist mehr! Verwendet nicht zu viel Salz, da euer Trick sonst leicht auffällt. Es ist nur eine hauchdünne Schicht Salz nötig, um den „magischen“ Prozess in Gang zu setzen.

Wir nutzen hier das Phänomen, das jeder von uns vom Winterdienst kennt – Salz schmilzt Eis. Das Eis, welches mit Salz bestreut wurde, schmilzt schneller als das restliche Eis. Daher zeichnet sich das Motiv später vom Eisklotz ab.

Zehn Minuten sollten in etwa genügen, damit das Salz seine Arbeit macht. Stellt nun eurem Kind die Auflaufform mit dem scheinbar unbehandelten Eis zum Malen zur Verfügung. Euer Kind wird bald entdecken, dass hier wie durch Zauberhand ein Motiv zum Vorschein kommt!

Christbaumkugeln erschrecken

Bei diesem Experiment machen wir uns das Phänomen der Oberflächenspannung des Wassers zu nutze und „erschrecken“ mit einem Tropfen Spülmittel die kleinen Christbaumkugeln.

Material:

  • Eine Schale voll Wasser
  • Moosgummi
  • Einen Locher oder eine Schere
  • Spülmittel

So geht`s:

Als erstes werden die Christbaumkugeln gestaltet. Wir haben unsere kleinen Christbaumkugeln ganz einfach mit dem Locher aus Moosgummi ausgestanzt. Ihr könnt euch hier aber ganz kreativ austoben und Kugeln in allen Größen und Formen machen. Das Experiment funktioniert auf jeden Fall!

Nun füllt ihr eine flache Schale voll Wasser und legt eure Moosgummi – Christbaumkugeln hinein. Die Kugeln schwimmen ganz locker und verteilt über die Wasseroberfläche.

Gib nun einen Tropfen Spülmittel auf deine Fingerspitze und tauche mit dem Finger ins Wasser – Huch! Plötzlich huschen alle Christbaumkugeln blitzschnell an den Rand der Schale. Was ist denn da passiert? Hat der Finger die Kugeln dermaßen erschreckt?

Dieser Trick hat wie schon gesagt etwas mit der Oberflächenspannung des Wassers zu tun. Am Anfang des Experiments ist diese vollkommen intakt – die Wasseroberfläche wirkt wie eine „Haut“, auf welcher die Moosgummiteile schwimmen. Das Spülmittel enthält Tenside, welche die Oberflächenspannung des Wassers zerstören. Darum schießen die Moosgummischeiben blitzschnell an den Rand.

Der zauberhafte Christbaum

Ein richtig schöner Trick, hinter welchem die Verwendung von wasserlöslichen und wasserfesten Stiften und das Phänomen des Kapillareffekts steckt.

Material:

  • Küchenpapier
  • ein schwarzer wasserfester Stift
  • wasserlösliche Filzstifte
  • eine flache Schale voll Wasser

So geht`s:

Für dieses Experiment brauchst du zwei zusammenhängende Stücke Küchenpapier. Male auf das vordere Blatt den Umriss eines Christbaums oder einer Christbaumkugel mit dem wasserfesten schwarzen Stift auf.

Nun wird das hintere Stück Küchenpapier bearbeitet. Malt darauf die Muster oder Formen, die später vorne sichtbar werden sollen. Hier malt ihr am besten an einer Fensterscheibe, da so die schwarzen Umrisslinien des anderen Küchenpapiers durchscheinen.

Bereitet nun die Schale voll Wasser vor und legt euer Blatt bereit – der Zuschauer sieht ein Blatt Küchenpapier mit einem schwarzen Tannenbaum. Dass dahinter noch eine präparierte Seite liegt, weiß euer Zuschauer nicht!

Legt euer Blatt nun ins Wasser und staunt – auf einmal erscheinen bunte Verzierungen und Muster auf dem Christbaum! Echt faszinierend!

Wenn ihr wollt könnt ihr den Trick auflösen und eurem Gegenüber verraten, wie ihr diese Zauberei hinbekommen habt: durch das Wasser hat sich die Farbe in der Filzstiftspur gelöst. Dank der Zellstruktur des Küchenpapiers „klettert“ der Farbstoff über die Hohlräume in den Kapillaren auch in das obere Blatt.

Ich hoffe, ihr habt nun richtig Lust bekommen, selber zu Experimentieren! Ich wünsche euch viel Spaß dabei!

Alles Liebe, Eure Sandra

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